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Fünf Fragen an… Christian Jaschinski

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Bild: Michael Pitt

Welche drei Begriffe fallen Dir spontan zu Deinem Beruf ein?
Konflikt, Geduld und Mut.

Warum gerade diese Begriffe?
Wenn ich eine Figur entwickle, geht es mir zunächst in erster Linie um ihren Charakter, ihre Geschichte und Erfahrungen, warum verhält sie sich in einer bestimmten Situation so und nicht anders … Richtig spannend finde ich eine Figur erst dann, wenn ich sowohl etwas über ihre eigenen inneren Konflikte erfahre als auch die Konflikte der Figur mit anderen Personen in einer Story. Immer, wenn ich eine Szene langweilig oder anderweitig nicht gelungen finde, frage ich mich: Hast du dich an die alte Autorenweisheit gehalten, dass eine gute Geschichte drei wichtige Elemente enthalten muss? Konflikt! Konflikt! Konflikt!

Zum zweiten Punkt muss ich eine Schwäche eingestehen: Ich bin nämlich recht ungeduldig. Oft mit mir selbst und hin und wieder auch mit anderen. Einen Plot zu entwickeln, Figuren die nötige Tiefe zu geben und die Geschichte dann zu schreiben braucht aber Geduld. Es ist harte Arbeit und hat wenig damit zu tun, dass einen irgendwann die Muse küsst. Man muss sich hinsetzen und schreiben. Gestern eine Seite, heute vielleicht nur zwei Zeilen und morgen vielleicht nur die Überarbeitung der letzten Seiten. Das dauert lange, und man benötigt Ausdauer – also Geduld!

Schließlich braucht man manchmal Mut, etwas Neues zu probieren und gewohnte Pfade zu verlassen. Genauso oft braucht man Mut, Scheitern zuzulassen, denn genau das passiert hin und wieder. Das ist dann der Punkt, an dem man nicht aufgeben darf und Mut haben muss weiterzumachen. Hier schließt sich der Kreis.

Wenn es als Schriftsteller und Dozent nicht geklappt hätte – womit würdest Du dann Deine Brötchen verdienen?
Als Gärtner, Innenarchitekt oder Pianist in einer Bar. Außerdem habe ich eine Ausbildung im IT-Bereich absolviert – also irgendetwas geht immer.

Stichwort Arbeitsstress – wie tankst Du Deine Akkus wieder auf?
Sport und Natur bzw. Sport in der Natur. Das kann man an jedem Tag für 10 Minuten oder 2 Stunden machen und muss dafür nicht das ganze Jahr auf einen Urlaub warten. Meine Lieblingssportart ist Radfahren, und mit dem Rennrad oder Mountainbike kann man im Lipperland fantastische Strecken und Ausblicke genießen. Im Urlaub genieße ich es dann, mit dem Rad am Deich der Nordsee entlang zu fahren oder einfach aufs Meer zu schauen.

Welche Frage – die Dir Journalisten bislang leider noch nie gestellt haben – würdest Du gerne mal beantworten?
Wie – um alles in der Welt – sind Sie auf diese Wahnsinnsidee für Ihren internationalen Bestseller gekommen?

Christian Jaschinski wurde in Lemgo geboren, überlebte die harten 1970er in Breitcordhosen und Nickipullovern, verschrieb sich als Pianist und Keyboarder dem 80er-Jahre-Rock und ist nach kleineren Umwegen seit mehr als 20 Jahren wieder in Lippe zu Hause. Christian Jachinski schreibt Krimis und Comedy-Literatur, die er mit Singer-Songwriter Jonas Pütz auf die Bühnen bringt. Weitere Infos gibt’s hier. 

Endspurt fürs Reisebuch

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Bild: Kirsten Hedemann

Die Plätze sind ausgewählt, die Fotos geschossen, die Texte geschrieben. Nun ist das Lektorat am Zug, bevor Cover, Karten und Klappentext den letzten Schliff bekommen und alles zusammen in den Druck geht. Und ab Februar 2020 ist Buch Nummer 5 dann im Buchhandel erhältlich: „88 Lieblingsplätze in der Wesermarsch & umzu“!

Für mich ist das Projekt in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. Es ist mein erstes Sachbuch (Fun Fact: Die Arbeit daran war ähnlich zeitintensiv wie für einen Roman ;-)) und mein erstes Buch mit einer Co-Autorin (wunderbar, wenn man nicht immer alleine vorm Rechner sitzt, sondern mit jemanden über Ideen schnacken kann!).

Eines haben bisher alle meine Bücher gemeinsam: Die Schauplätze sind in der Wesermarsch. Ich lebe zwar schon lange in Hannover und bin happy dort. Literarisch gesehen zieht es mich jedoch immer wieder an die Küste. Das passiert ganz automatisch – ohne, dass ich groß darüber nachdenke.

Ob‘s beim nächsten Buchprojekt auch so ist? To be continued :-)…

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Wir lieben Stories!

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Wunderbar war er, der Autoren-Workshop bei Klaus-Peter Wolf! Ein ganzes Wochenende ging es ums Geschichten erzählen – vom Kriminalroman übers Jugendbuch bis hin zum Hörspiel.

Im Europahaus Aurich standen ganz unterschiedliche Geschichten im Mittelpunkt. Jeder hatte ein Projekt im Gepäck, das er vorgestellt hat. Dann waren die anderen Teilnehmer dran mit Lob, Kritik und frischen Impulsen. Das Schöne: Die Gruppe existiert seit vielen Jahren, und die Gespräche sind immer positiv und lehrreich. Am Sonntag stellten alle fest, dass man a) super viel gelernt hat und b) das Wochenende viel zu schnell vorbei war.

Das lag auch dieses Jahr hauptsächlich an Klaus-Peter Wolf, der uns so viele fundierte Tipps und Anregungen mit auf den Weg gegeben hat, dass er jedes Projekt ein ordentliches Stück nach vorne geschubst hat :-).

Was ich auch mag: Alle Teilnehmer konzentrieren sich nicht nur auf ihre eigenen Texte, sondern haben ehrliches Interesse an den Arbeiten der anderen. Denn eins verbindet uns alle: Wir lieben Stories :-).

Plus: Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht wie an diesem Wochenende. Wie cool, wenn Neues lernen so viel Spaß macht!

Kategorie: Allgemeines