Fünf Fragen an… Joe Fischler

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Welche drei Begriffe fallen dir spontan zu deinem Beruf ein?
Freiheit, Herausforderung, Menschen.

Warum gerade diese Begriffe?
Ich liebe die Freiheit, die mir das Schreiben von Büchern gibt. Ich kann meine Bücher überall verfassen, zu jeder beliebigen Zeit, und frei wählen, worüber ich schreiben möchte. Niemand quatscht mir drein (gut, fast niemand). Eine Wohltat bei meiner ausgeprägten Chef-Allergie.
Dann sehe ich eine große Herausforderung darin, Autor zu sein und zu bleiben. Es ist wirklich schwer, bekannt genug zu werden, um davon leben zu können. Das kann Jahrzehnte dauern und viele Entbehrungen mit sich bringen. Du bist gefordert, mit allem, was du weißt und kannst. Genau das reizt mich.
Und Menschen! Es klingt paradox, aber die Schriftstellerei, die ja ein wenig nach Einsiedelei klingt, bringt dich mit vielen Menschen zusammen. Allen voran den Leserinnen und Lesern, mit denen man sich dank sozialer Medien besser austauschen kann als jemals zuvor. Auf Lesereisen kommt man herum und begegnet lieben Leuten. Das ist toll!
Wenn es als Autor nicht geklappt hätte  – womit würdest du dann deine Brötchen verdienen?
Ich würde es wohl weiterhin versuchen 😉 weil ich genau weiß, dass mich die Alternativen nicht glücklich machen würden.
Stichwort Arbeitsstress – wie tankst du deine Akkus wieder  auf?
Ich geh raus in die Natur, wandere, steige auf einen Berg, stell mich in den Wald und lausche. Natur ist großartig.
Welche Frage – die dir Journalisten bislang leider noch nie gestellt haben – würdest du gerne mal beantworten?
Ist die nur in unserem Sprachraum anzutreffende feuilletonistische Unterscheidung zwischen „ernstzunehmender“ und „unterhaltender“ Literatur nicht völlig blödsinnig? 😉
Joe Fischler, geboren 1975 in Innsbruck, lebt auch heute dort. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften war er zunächst Bankmitarbeiter, seit 2007 Blogger und ist heute als freier Autor tätig. Mit Veilchens Winter, dem ersten Teil seiner Krimireihe rund um Valerie (Veilchen) Mauser, landete er 2015 in Österreich den Überraschungserfolg des Jahres. Im Herbst erscheint bereits der dritte Fall der Erfolgsserie: Veilchens Blut.
Interview: Natascha Manski

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